15. – 18.4.2010

Ausstellung im Tapetenwerk

Die Ausstellung bietet, wie auch das Programm in der Schaubühne Lindenfels, eine Plattform zur Begegnung von Künstlern verschiedener Generationen. Studierende präsentieren auf dem Gelände des Lindenauer Tapetenwerks ihre Arbeiten neben etablierten Künstlern.

Studentische Projekte entstehen in direkter Auseinandersetzung mit dem Areal der Ausstellung. Sie untersuchen in besonderer Weise die konkrete Beschaffenheit, die Geschichte, den lokalen Kontext, und die akustische Identität des Ortes. Im Vordergrund steht hier zunächst der Prozeß der Auseinandersetzung mit den Gegebenheiten. So entsteht etwa eine Arbeit, die die akustische Geschichte des Areals anhand der Geschichte eines Baums erforscht oder ein Projekt, welches existierende, zumeist überhörte Klangräume erfahrbar macht.

Die Arbeiten untersuchen auf vielfältige Art und Weise die Beziehungen zwischen Künstler/ Komponistin, dem klanglichen und akustischen Material, dem Ausstellungsraum und dem Rezipienten. Sie werden sowohl in Galerieräumen als auch als Auseinandersetzung mit der urbanen Klanglandschaft auf dem Gelände des Tapetenwerks und in dessen Umgebung präsentiert. Das Spektrum der präsentierten Formate erstreckt sich vom Hörspiel über Tonbandkompositionen, Klang- und Rauminstallationen, Videoarbeiten bis hin zur mobilen Lautsprecherinstallation. Sie stammen von Leipziger Studierenden der Dramaturgie und Komposition an der Hochschule für Musik und Theater, der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst, von Studierenden des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft an der Universität Gießen sowie Studierenden der Komposition an der Hochschule für Musik in Weimar.

Neben diesen Projekten präsentiert die Ausstellung Positionen etablierter Künstler. Eran Schaerf führt in seiner Installation Die Stimme des Hörers die Utopie des Radios als Kommunikationsinstrument in der Inszenierung eines automatischen Moderators ad absurdum. Dessen Stimme ertönt im Kontext eines Testbildes, welches den Hörenden in eine unendlich erscheinende Warteposition versetzt. Das Setup verheißt eine Kommunikationssituation, deren Realisierung es selbst sogleich wieder in Frage stellt. Von Christian Fleissner auf dem Gelände verteilte Druckkammerlautsprecher veräußern Partikel eines Klangmaterials, welches vornehmlich in Zusammenarbeit mit dem Kornettisten Andreas Nordheim entstanden ist. Die Installation Öffentlicher Raum, Public Address / Schallstück 12 kreiert eine Spannung zwischen akustischen Räumen unterschiedlicher Dimension und Beschaffenheit, zwischen intimer Nähe zur Materialität des Klangs und der Weite eines Schallfeldes, welches sich über das Gelände des Tapetenwerks legt.

Am Sonntag, den 18. April wird der Kornettist Andreas Nordheim die Installation Öffentlicher Raum, Public Address / Schallstück 12 von Christian Fleissner zwischen 15 und 18 Uhr live bespielen.

Eröffnung der Ausstellung: DO 17 Uhr

Die Ausstellung ist geöffnet vom 15. – 18. April 2010,

DO 17 – 20 Uhr, FR – SO jeweils von 14 – 20 Uhr.

 

Liste der ausgestellten Projekte

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